Initiativen gegen Menschenhandel

Von Non-Profit Organisationen und Vereinen bis zu Religionsgemeinschaften und dem Staat – Initiativen gegen den Menschenhandel müssen sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene stattfinden, da Menschenhandel ein schwerwiegendes Menschenrechtsproblem und eine große Herausforderung für die Strafverfolgung ist. Um im Kampf gegen Menschenhandel erfolgreich zu sein, müssen auf beiden Seiten wirksame Maßnahmen ergriffen werden. Mit dem Ziel, nachhaltig für Veränderung zu sorgen, finden jedes Jahr Bewusstseins- und Informationsinitiativen rund um den Menschenhandel statt.

SCHLUSS MIT MENSCHENHANDEL

Zu Beginn richten wir unseren Fokus auf die Initiativen in Österreich. Laufen für den guten Zweck erfreut sich immer größerer Beliebtheit, weshalb auch die Organisation „lightup“ Menschen in Österreich mithilfe von Sport das Thema Menschenhandel näherbringen möchte. Mit dem jährlich stattfindenden lightup Charity-Run geben sie jedem die Möglichkeit, sich durch das sportliche Event an der Organisation zu beteiligen. Das gespendete Geld unterstützt die Organisation in ihrer Arbeit gegen den Menschenhandel. Zudem werden 10% an Hope for the Future gespendet, um Menschen in Prostitution oder von Menschenhandel betroffene Personen aktiv Möglichkeiten bei einem beruflichen Neuanfang zu bieten. Auf www.lightup-movement.at/charityrun sind weiter Informationen und Details über den Lauf zu finden.

Ebenfalls engagiert und aktiv am Kampf gegen Menschenhandel beteiligt: Schwester Maria Schlackl vom Orden der Salvatorianerinnen. Sie ist Initiatorin der Initiative „Aktiv gegen Menschenhandel – aktiv für Menschenwürde in OÖ“. Ein besonderer Fokus liegt bei dieser Initiative auf jene Frauen und Mädchen, welche aufgrund Menschenhandel und unter Zwang in ausbeuterischen Abhängigkeitsverhältnissen in der Prostitution in Oberösterreich arbeiten müssen. Jedes Jahr am 18. Oktober machen Schwester Maria Schlackl und ihr Team mit Informations- und Bildungsveranstaltungen auf die moderne Form der Sklaverei aufmerksam.

INTERNATIONALE INITIATIVEN GEGEN MENSCHENHANDEL

Die Organisation „The A21 Campaign“ setzt wichtige Schritte im Kampf gegen den Menschenhandel und mobilisiert auch andere Menschen dazu. Wie? Mit dem Walk for Freedom. Rund um den Globus stattfindend, ist das Ziel des Schweigemarsches, auf die noch immer existierende Sklaverei aufmerksam zu machen. Die Veranstaltung ist geprägt von bestimmten Aktionsformen wie dunkler Kleidung und dem „Gänsemarsch“.

Seit 2007 ist außerdem UN.GIFT, eine Kurzform für United Nations Global Initiative to Fight Human Trafficking, im Kampf gegen den Menschenhandel tätig. Diese globale Initiative der Vereinten Nationen zur Bekämpfung des Menschenhandels wurde ins Leben gerufen, um den weltweiten Kampf gegen den Menschenhandel auf der Grundlage der bei den Vereinten Nationen getroffenen internationalen Vereinbarungen zu unterstützen. Bis heute haben 140 Parteien das Protokoll zur Verhütung, Bekämpfung und Bestrafung des Menschenhandels, insbesondere des Frauen- und Kinderhandels, unterzeichnet, welches die Palermo-Konvention gegen grenzüberschreitende organisierte Kriminalität ergänzt.

EINE/R FÜR ALLE – ALLE FÜR EINEN!

Das Thema Menschenhandel ist erst in den frühen 2000er Jahren auf die breite politische Agenda gerückt. Obwohl seitdem in mehreren Ländern Gesetze erlassen wurden und in Kraft getreten sind, aber auch sogenannte Task Forces zur Bekämpfung des Menschenhandels gegründet wurden und Ausarbeitung, sowie Umsetzung nationaler Aktionspläne erstellt wurden, werden jährlich weiterhin eine erschreckend hohe Anzahl an Fällen von Menschenhandel aufgedeckt. Menschenhandel ist also ein Verbrechen von so großem Ausmaß und unvergleichlicher Grausamkeit, dass dieses von keiner Regierung allein erfolgreich bekämpft werden kann. Dieses globale Problem erfordert eine globale Strategie mit vielen Akteuren, die auf nationalen Bemühungen in der ganzen Welt aufbaut. Hope for the Future setzt hier an, indem wir Betroffenen in Österreich Unterstützung für eine selbstgewählte berufliche Zukunft in Freiheit und Würde bieten.

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