Unterstützungsangebote in Salzburg & Tirol

Wussten Sie, dass 2010 in Salzburg extra ein Projekt ins Leben gerufen worden ist, welches sich auf die Unterstützung beim Ausstieg aus der Sexarbeit fokussiert? Haben Sie schon mal etwas von der Einrichtung iBUS gehört? In jedem Fall sind Sie hier richtig. Es ist nämlich so: Die fachliche Vernetzung auf regionaler und nationaler – ja, sogar der internationalen – Ebene ist für uns bei Hope for the Future eine echte Herzensangelegenheit. In Österreich gibt es dutzende Organisationen, welche mit ihrer Unterstützungsarbeit Menschen unterschiedlichen Geschlechts, verschiedener Herkunft & Co. im Alltag oder beim Weg in eine bessere Zukunft zur Seite stehen. Und eben ein paar dieser großartigen Beratung- und Betreuungsstellen, welche mit ihrem Engagement speziell in den Bundesländern Salzburg und Tirol einen enorm wichtigen Beitrag leisten, stellen wir Ihnen hier vor.  

ECHTES EMPOWERMENT OHNE WENN UND ABER

Ein Herzensprojekt inmitten der Tiroler Bundeshauptstadt: der Verein Divine Love. Betroffene des Menschenhandels, sexuell ausgebeutete Menschen sowie Frauen und Männer, welche in der Prostitution und Erotikbranche tätig sind, finden hier nicht nur ein offenes Ohr für Sorgen, sondern eine sozialarbeiterische und beraterische Unterstützung in vielfältiger Form. Seit der Gründung im Jahr 2020 fokussieren sich die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter auf ihren Empowerment-Grundsatz. Die Klient:innen zu ermutigen und auf dem Weg in ein neues Leben zu stärken, ist dabei für sie die wichtigste – und erfüllendste – Aufgabe.

Können Sie sich noch an die vorhin erwähnte Einrichtung iBUS erinnern? iBUS, auch Innsbrucker Beratung und Unterstützung für Sexarbeiter*innen genannt, ist – wie Ihnen der Name schon verrät – eine Einrichtung, welche sich seit über einem Jahrzehnt unter anderem für die Rechte von Sexarbeiter:innen einsetzt. Diskriminierung und Stigmatisierung haben hier keinen Platz, denn das Klientel umfasst Frauen, Transgender-Personen und Männer, welche sowohl aktiv tätig sind oder es einmal waren. Neben Streetwork reiht sich auch eine Reihe an Beratungsangeboten zu den Unterstützungsleistungen von iBUS. Vertraulich, kostenfrei und gänzlich anonym können rechtliche sowie psychosoziale Beratung, eine Gesundheitsförderung und vieles mehr in Anspruch genommen werden. Für iBUS steht nämlich eines an erster Stelle: dass alle Sexarbeiter:innen in Tirol möglichst selbstbestimmt und umfassend geschützt – sowohl gesundheitlich als auch rechtlich – in ihrem Berufsalltag sind. 

ZWEI BUNDESLÄNDER, EIN ZIEL

Hinter der iBUS Einrichtung und an der Front im Kampf für die Selbstbestimmung der Frauen steht der Verein „Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft“ – kurz: AEP. Seit der Gründung im Jahr 1974 hat es sich AEP zur Aufgabe gemacht, Themen wie die legale Abtreibung, Aufklärung, Enttabuisierung von Sexualität & Co. in der Gesellschaft präsenter zu machen – und voranzutreiben. Von Bildung- und Kulturarbeit über die Grundlagenarbeit bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit für eine feministische Frauenpolitik ist bei den Kompetenzbereichen von AEP alles dabei. Auch beratungstechnisch hat der Verein einiges zu bieten, umfasst das Angebot von AEP doch auch eine eigene Familienberatungsstelle und natürlich die oben erwähnte iBUS Einrichtung.

Auch in Salzburg setzen sich unterschiedliche Organisationen für die Stärkung der Selbstbestimmung von Frauen ein. Eine davon ist KoKon Beratung+Bildung für Frauen. Eine Frauenservicestelle, welche anhand Rechts-, psychosozialer Frauenberatung, Projekten und Veranstaltungen die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft thematisiert und fördert. Das ist aber noch lange nicht alles: Frauen aus dem ganzen Bundesland können sich an KoKon für eine vertrauliche, anonyme und kostenlose Beratung wenden. Je nachdem, welche Kompetenz für die optimale Betreuung gefragt ist, vermittelt die Frauenservicestelle Betroffene auch an spezialisierte Einrichtungen weiter. Das stellt sicher, dass jede Klientin die ideale Unterstützung bekommt.

MEHR ALS EINE BERATUNG

Stadt und Land Salzburg haben 2010 ein Projekt gestartet, welches für Sexarbeiterinnen im gesamten Bundesland eine wichtige Anlaufstelle war – und auch heute noch ist. Hinter dem Projektnamen „PiA“ steckt eine Ausstiegshilfe, welche mit einem umfassenden Beratungsangebot über Gesundheit oder beruflichem Neueinstieg aktiven und ehemaligen Sexarbeiterinnen kostenlos und anonym zur Verfügung steht. Besonders hilfreich ist dabei, dass jede Betroffene sich sowohl mobil durch eine Sozialarbeiterin als auch direkt in der Anlaufstelle selbst beraten lassen kann.

Hilfreich ist auch der Verein „Frauentreffpunkt“. Als langjährige Frauenberatungsstelle sammelte das multiprofessionelle Team aus Juristinnen, Psychologinnen, Sozialarbeiterinnen & Co. wichtige Erfahrung und auch Expertise dank Zusatzausbildungen, um Frauen in verschiedensten Angelegenheiten kompetent beiseitestehen zu können. Das umfasst ein Beratungsangebot von Themen wie Beziehung, psychische Gesundheit, Erwerbsarbeit und materielle Existenzsicherung. Beratungsbereiche, welche Frauen unterstützen, neue Perspektiven und ein Weg zu mehr Selbstbestimmung zu finden.

Wieder einmal zeigt sich das große Engagement für Frauenrechte, Sexarbeit und Empowerment in der österreichischen – besser gesagt: Tiroler und Salzburger – Vereinslandschaft und wie wichtig dieses für unsere Gesellschaft ist! Wir sagen: Weiter so!

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