Unterstützungsangebote in Oberösterreich

Es ist bekannt für das große Kulturangebot und den Reichtum an Bergen, Seen und Wäldern: Oberösterreich. Als bevölkerungsmäßig drittgrößtes Bundesland in Österreich leistet Oberösterreich auch in puncto Verbrechensbekämpfung einen wichtigen Beitrag. Aus diesem Grund finden sich im ganzen Bundesland zahlreiche Unterstützungsangebote für Menschen in Not. Hope for the Future steht unter anderem für Solidarität und Zusammenhalt. Deshalb klären wir einerseits über unsere eigenen Angebote auf, bieten aber auch den zahlreichen Organisationen in Österreich, deren Beratungs- und Unterstützungsarbeit und engagierten Teams eine verdiente Bühne auf unserem Blog. In diesem Artikel blicken wir nun ins Kulturlabor Österreichs – Oberösterreich – und rücken mehrere Beratungs- und Betreuungsstellen des 1,5 Millionen großen Bundesland ins Rampenlicht.

EIN ZEICHEN FÜR MENSCHLICHKEIT

Aurora

Gemeinsam mutige Schritte gehen. Mit diesem leitenden Gedanken geht das Team von AURORA täglich ihrer Arbeit nach, um Menschen, die in der Prostitution tätig sind oder waren, zu unterstützen. Dabei fokussiert sich der Verein auf zwei Schwerpunkte: die Entwicklung einer österreichweiten Plattform mit mehrsprachigen Beratungsinhalten für Betroffene sowie ein Übergangswohnprojekt für Sexarbeiterinnen. Letztgenanntes soll insbesondere Frauen, welche den Ausstiegswunsch aus der Sexarbeit zur Realität machen wollen, zur Verfügung stehen. Während des Aufenthalts werden diese sozialarbeiterisch betreut und bei der beruflichen Neuorientierung begleitet. Ungerechtigkeit und Ausbeutung sind für AURORA absolute No-Gos, weshalb sich die soziale Initiative dafür einsetzt, die Rechte der Klientinnen zu schützen und stärken. Denn Diskriminierung, Stigmatisierung und psychischer sowie physischer Druck sind leider für viele Betroffene Alltag. AURORA bietet eben genau für diese einen Ort der Annahme und Wertschätzung. 

Er engagiert sich seit 1993 für die Wahrung der Menschenrechte: der gemeinnützige und unabhängige Verein SOS-Menschenrechte. Hinter dem Verein stehen alleine in Oberösterreich 25 Mitarbeiter, 2 Zivildiener und zahlreiche motivierte Freiwillige. Diese arbeiten gemeinsam zu einer offenen, toleranten und solidarischen Gesellschaft hin. Eine Gesellschaft, welche die Rechte und Chancen jedes einzelnen Menschen achtet. Arbeitstechnisch liegt der Fokus deshalb auf der Betreuung und Begleitung von Flüchtlingen, aber auch im Bereich der Bildungsarbeit. Antidiskriminierung und Menschenrechtsbildung werden dabei den Mitmenschen in Oberösterreich in Projekten anschaulich nähergebracht. Bestes Beispiel ist das Projekt „Stand up! Menschenrechte in der Praxis“. Themen wie Demokratie, Zivilcourage, Gleichbehandlung und Co. werden dort in Workshops kreativ und informativ in den Vordergrund gerückt.

EINE ZUKUNFT NACH EIGENEN REGELN

Mitten in Linz zu finden, steht der FAB – Verein zur Förderung von Arbeit und Beschäftigung Arbeitssuchenden bei den Einstiegen in den Arbeitsmarkt zur Seite, gänzlich ungeachtet von Geschlecht, Hautfarbe, Sprache, Religion, ethnischer oder sozialer Herkunft. Ziel dabei ist es, eine solidarische und inklusive Gesellschaft zu fördern, welche jeden willkommen heißt. Der gemeinnützige Verein ist darauf spezialisiert, Menschen mit sozialen oder körperlichen Beeinträchtigungen bei der Arbeitsmarktintegration zu unterstützen – anhand von Beratungsangeboten, Weiterbildungen und vielem mehr.

SOLWOLDI Linz, kurz für Solidarity for women in distress (= Solidarität für Frauen in Not), fokussiert sich auf Frauen in schwierigen Lebenssituationen und setzt sich aktiv für Menschenwürde im oberösterreichischen Raum ein. Die Organisation unterstützt und berät auch weibliche Opfer des Menschenhandels. Von kurzfristigen Kriseninterventionen über mittel- oder langfristige Beratungsprozesse bis hin zur professionellen Hilfe zur psychischen Stabilisierung und Entwicklung neuer Lebensperspektiven – die Beratungsstelle hat eine Fülle an Leistungsangeboten, welche den Frauen auf ihrem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft eine wichtige Stütze sind.

TOLERANZ & GLEICHBERECHTIGUNG IM FOKUS

Hier trifft sich die Welt: im interkulturellen Begegnungszentrum Arcobaleno. Egal wo jemand herkommt, welche Hautfarbe oder Religion jemand hat: der Verein arbeitet aktiv daran, Vorurteilen entgegenzuwirken, Feindbilder abzubauen und Barrieren wie Sprachprobleme oder Informationsmängel zu reduzieren. Wie Arcobaleno das macht? Mit informativer Beratung sowie zahlreichen Integrationsmaßnahmen, Bildungs- und Freizeitangeboten. Denn wir alle können voneinander und miteinander lernen, was Menschlichkeit und Toleranz bedeutet. Deshalb bietet Arcobaleno verstärkt Veranstaltungen für Migranten UND Einheimische an. Schließlich ist dort jeder willkommen.

Apropos Migranten: auch die Organisation maiz arbeitet intensiv daran, die Rechte von Migranten zu stärken, unter anderem mit anonymer und parteilicher Beratung. Das ist aber noch lange nicht alles, denn maiz hat auch ein durchdachtes Bildungsangebot für migrantische Frauen und Jugendliche sowie Kunst- und Kulturproduktionen. Zudem engagiert sich maiz auch im Bereich „Sex & Work“. Genauer gesagt, das maiz Team kämpft gegen die Stigmatisierung, Diskriminierung und Kriminalisierung von Personen in der Sexarbeit. Das Stichwort dabei lautet Selbstermächtigung, denn die Bedürfnisse der Sexarbeiterinnen stehen dabei stets an erster Stelle. Deshalb werden Arbeitsrechte und Arbeitsbedingungen von Sexarbeitenden in Oberösterreich bei maiz im Arbeitsbereich „Sex & Work“ auch großgeschrieben. 

Es zeigt sich: Oberösterreich ist nicht nur reich an schönen Naturlandschaften, sondern beherbergt auch eine bunte Vielfalt an unglaublich wichtigen Organisationen. Wir sagen: Weiter so!

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